Vorerst ...
...geht's hier weiter (klick!). Aber nur solange ich es noch nicht auf mein ostseekind.de umgeleitet habe ... Also: bleiben Sie mir gewogen.
22|02|12
15:06
mi
|
|
|
|
|
|
|
Ich glaub', ...
... ich werde erst wieder Zeit zum Bloggen haben, wenn das Kind ausgezogen ist. ...
PS: Gestern Abend bei geilosteilo Poahl! Mein wahrscheinlich letztes KISS-Konzert. Seufz!
02|06|10
15:16
mi
|
|
|
|
|
|
|
Durchgeschlafen
... die ganze kleine Familie!
Sie lasen einen Eintrag aus der Reihe "Luxus".
06|05|10
13:21
mi
|
|
|
|
|
|
|
Ich sach ma so:
Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten.
(Blöd nur, dass so ziemlich jeder glaubt, er hätte Ahnung.
Und die Ironie daran: Verstehen tun's nur die Kinderlosen.)
Sie lasen einen Kommentar aus der Reihe "Kryptik ins Logbuch gekirtzel"t.
30|04|10
13:35
fr
|
|
|
|
|
|
|
Heute nur Geschnipseltes
33! Ab morgen.
Aber glücklich.
31|03|10
14:04
mi
|
|
|
|
|
|
|
Ach du SCH***
33! Ab morgen.
Aber glücklich.
31|03|10
14:04
mi
|
|
|
|
|
|
|
Wie man reich wird
Die Polizei ist ja immer knapp bei Kasse, und zur Zeit ganz besonders. Deswegen haben sie von mir auch innerhalb von 9 Tagen 45 Euronen erhalten. Letzten Mittwoch die ersten 25, direkt in unserem Zauberörtchen, kurz nach Ortseingang, wo außer 80jährige grundsätzlich keiner in die Eisen geht, nur um mit Eintritt der Scheinwerfer Punkt 50 km/h zu fahren. 64 km/h = 25 Euronen. Hätten sie den anderen Ortseingang gewählt, wären sie nicht so erfolgreich gewesen, denn da ist direkt 30 angesagt, wegen der Grundschule und vorher kommt noch ein kleines Inselchen mitten auf der Straße, sodass man ohnehin abbremsen muss. Das macht ja dann keinen Spaß und Geld bringt's auch nicht.
Die restlichen 20 Euronen gab's vorhin. 67 km/h statt 50 = 20 Euronen. Merke: Je schneller man fährt, desto weniger zahlt man! Diesmal in einer 50er Kurve einer Landstraße, wo man kurz voher noch 70 fahren darf und noch kürzer davor 90! Sehr clever. Bis auf Opis und Vorgewarnte vom Gegenverkehr, wurde jeder herausgewunken. Eine sogar mit 86 km/h, leckomio. Und weil es gerade kurz nach 12 war, der Kloine leider auf der Rückbank eingschlafen ist, was gaaanz schlecht ist für den noch ausstehenden Mittagsschlaf, und weil der Herr von der Polizei ewig und einen Tag brauchte und das Kind so noch länger schlafen "konnte", beschwert sich gerade wer lautstark aus seinem Bettchen heraus? Genau!
18|03|10
14:02
do
|
|
|
|
|
|
|
BEEEVAUBEHEEE
Nur noch ein paar Mal schlafen und wenn dann die Dortmunder Jungs beim nächsten Samstagsheimspiel ein legendäres Halbvieruhrspiel haben, dann, ja dann, bin ich, ALSO ICH, dabaheiii! Nach anderthalb Jahren, gefühlt, 9 Schrilliarden Jahren, bin ich wieder DAAAAAAAAAAAAAA! Ick frai mia sssoo!.
15|03|10
21:00
mo
|
|
|
|
|
|
|
Predigt oder so
Weil ich gestern Abend nicht einschlafen konnte, hab ich zur Abwechslung mal über unsere Jugend nachgedacht, also über die aktuelle, nicht meine, meine ist schon so lange her, da kann ich mich schon gar nicht mehr daran erinnern. Na jedenfalls, ich sag's gerade heraus, direkt an der Blume vorbei: Ich find die ziemlich ... unerträglich. So 95 Prozent von denen. Mir fehlt da jegliches Verständnis. Und was ich vor allem nicht verstehe, warum ich genau die gleichen Worte verwende wie die Generation damals über mir als ich noch mitten in der Blüte meiner Jugend stand! Obwohl, diesmal ist es doch tatsächlich und absolut etwas anders. Wir, ja wir (!) waren früher nicht so. Ehrlich, isch schwöre! Wir hatten noch Respekt, Respekt gegenüber unseren Mitmenschen - und unserer Natur. Toleranz war unser zweiter Vorname. Wir haben Platz für Omis gemacht, Müttern mit Kinderwagen brav die Tür aufgehalten, und damals schon konnten wir mit Messer und Gabel essen, kannten die Bedeutung von Bitte und Danke. Heute sehe ich nur Gewalt, Neid, Intrigen, Missgunst. Ich vermisse Anstand und Höflichkeit und vollständige Sätze.
12|03|10
14:16
do
|
|
|
|
|
|
|
Für die Nachwelt!
* Das Kind schläft. Endlich! War heute Vormittag ein bisschen müder als sonst und ist mir deshalb schon im Einkaufswagen eingeschlafen. Da kommt man schon mal durcheinander mit dem Mittagsschlaf.
* Gestern war "Internationaler DDR-Frauentag". Den kennt man nämlich nur im Osten. Mein Lieblingsschwiegervatter hat davon gehört und rechtzeitig meinem Lieblingsmann Bescheid gesagt. Statt einem Strauß roter Nelken, gab's aber 'nen halben "Broiler". Naja, fast das gleiche.
* Überall ist schon Ostern. Dabei sind's doch noch drei Wochen hin.
* Neulich in der Krabbelgruppe: Handabdruck im Salzteig. Alle Mütter waren fertig und hatten einen 1A-Handabdruck vom Nachwuchs. Nur ich nicht, weil mein Sohn so'n pingeliger ist und nix anfassen mag, was sich komisch anfühlt (was meinen Sie wie viele Monate es gedauert hat, bis er ein Brötchen in die Hand nahm). Na jedenfalls wollte ich auch diesen plöden Abdruck haben, weil der einfach niedlich aussieht, aber der Sohn ziert sich schlimmer als ein Mädchen und macht im letzten Moment immer eine Faust. So, sag ich, jetzt reicht's, kannze dir aussuchen, Handabdruck - oder Gesicht!
09|03|10
14:27
di
|
|
|
|
|
|
|
Hallo!
Vielleicht bin ich ja bald wieder zurück. Nach einem Jahr darf ich endlich wieder durchschlafen. Da geht jetzt wieder so einiges.
Und sonst so:
... kränkelt der Sohn bei gestern noch 38,7 Grad Fieber. Und obwohl er ein Mann ist, zumindest mal einer werden wird, leidet er ganz und gar nicht und ist sogar ziemlich gut drauf.
... hab ich vorgestern 360 Euronen bei Ikea gelassen. Für viele Körbe und Kisten - und Teelichter. Und so.
... soll alles besser werden. Haha!
03|03|10
15:02
mi
|
|
|
|
|
|
|
Geschnipseltes
Wenn man Kinder hat, eins reicht dabei auch schon, dann vergeht die Zeit anders - rasend schnell. Und man kriegt nix mehr mit. Alles nur noch Blag um dich herum. Jedenfalls kann ich mir nicht anders erklären, dass heute "schon" die Fußballsaison beginnt. Wo war denn die Sommerpause?? Und Premiere heißt jetzt Sky Dumont. Ich dachte erst, der Wasserziehr hat den Sender gewechselt. Ach naja. Und heute in zwei Wochen heiß ich auch anders. Gefühlt morgen schon.
Und sonst so ist es viel zu heiß, aber morgen sollen's sieben Grad weniger werden, das nenne ich mal her-vor-ra-gend!
Henry wächst jeden Tag ca. zwei Meter. Und mit dem Krabbeln dauert's auch nicht mehr lang. Die Haltungsnoten im Vierfüßlerstand liegen bei 9,8. Jetzt müssen nur noch die strammen Beinchen koordiniert werden.
Den Mittagsbrei hat er heute übrigens sehr kreativ zum Lautmalen genutzt, "Bebblbefffblbfbfbfbfbböhhhbfbl". Sah gut aus. Er. Die Wippe. Ich.
Ich bin froh, wenn der Sommer vorbei ist. Is' einfach nicht meine Jahreszeit.
Zur Zeit lese ich "Monsieur Lambert und die Ordnung der Welt". Ich überleg noch wie es mir gefällt.
07|08|09
17:18
fr
|
|
|
|
|
|
|
Gefühlsgelagebericht
In 24 Tagen heiße ich anders. Also anders, nicht Anders. Die Vorbereitungen sind natürlich noch in vollem Gange, wir sind allerbestens in der Zeit! Ich bin irre aufgeregt! Vor drei Wochen war ich noch die Ruhe selbst, mittlerweile wird in meiner Gegenwart sogar der Kaffee nervös.
Seit einem halben Jahr studiere ich sämtliche Hochzeitszeitschriften für schöne und romantische Ideen und für Ideen, die ans Herzchen gehen. Die Post-its zur Markierung machen die Zeitschriften doppelt so dick. Sehr zu Lasten des Bankkontos, dafür zur Freude der Wirtschaft. Man kann es halt nicht jedem recht machen.
Alles ist bis ins kleinste Detail geplant, verraten wird nix! Es macht Spaß und wie. Alles wird toll, die Stimmung am Tag selbst hoffenltich auch. Und alles ist jetzt schon schön, die Tischdeko (ich hab sie auf unserem Esstisch zusammengestellt und ein Foto für die Floristin gemacht, die die Deko im Restaurant machen wird), das Kleid ist toll und der Ring ganz unglaublich. Und wenn mir dann zwischendurch einfällt, dass das alles für meine, also MEINE Hochzeit ist, überschlägt sich mein Puls gleich siebenfach und mein Herz setzt vor Schreck für einen Moment aus.
Also, noch 24 Tage. Zum Runterzählen könnte ich jetzt einen Adventskalender gebrauchen, ohne Schokolade, sonst spreng ich noch das Hochzeitskleid.
28|07|09
12:17
di
|
|
|
|
|
|
|
Mein Leben in Schnipseln
* Ich bin müde. Aber glücklich. Nur leider kann ich das nicht so zeigen,
weil die Augenringe über die Mundwinkel ragen.
* Die Nachtzeiten der kleinen Raupe Nimmersatt: 2 Uhr. 4 Uhr 30. 7 Uhr.
* Aber ansonsten ist er lieb.
* Heute Abend versuche ich's zum vierten Mal mit dem Brei. Diesmal wird
selbst gekocht. Gläschen mag er nicht. Und ich auch nicht. Dafür bin ich - gleich nach dem Babyschwimmen (Mum rules!) - zu meinem
Lieblingsbauer gefahren und ey, glaubse: deren Möhrchen haben keine - also
KEINE - Bio-Qualität! Hä?? Und wo fahr ich also hin, um für mein Goldstück
und mein Gewissen Bio-Gemüse von freilaufenden Bauern zu kaufen? Genau,
zum Supermarkt!
* Ich wollte niemals nicht immer nur vom Kind reden. So hatte ich mir das
damals vorgenommen, wenn es mal soweit ist. Jetzt suche ich manchmal
krampfhaft nach Out-of-Baby-Themen. Und am Ende landet man doch wieder
beim Lebensmittelpunkt.
* Ich lese gerade "Weiberabend", in der Hoffnung auf was Nettes auch ohne
Anspruch. Weil mit Anspruch, dafür reicht's gerade nicht. Vielleicht wieder in
10 Jahren, wenn das Jüngste der drei Blagen eingeschult wird (Jagenau, drei!
Wir haben noch viel vor. Der Wahnsinn hat ja bereits begonnen, dann kann
man den auch ruhig verdreifachen.). Siehste, da bin ich schon wieder beim
Thema Kind, obwohl ich doch vom Buch reden wollte. Na jedenfalls kann ich
das nicht empfehlen. Es ist nicht nett zu lesen. Nur anspruchslos, aber das
verrät ja schon der Titel. Ich hätt' gern sowas wie den "Jane Austen Club"
oder "Die Frau des Zeitreisenden" oder "Der Geschmack von Apfelkernen",
aber ich find' irgendwie nix. Hat da draußen jemand vielleicht eine Idee?
* Mein Garten schreit nach mir. Und ich schrei zurück, in der einen Hand
den eben noch vermissten Schnuller, in der anderen die acht Kilo schwere
Windel: "iCH KANN G'RAD NICH!"
17|06|09
16:18
mi
|
|
|
|
|
|
|
2
Monate ist der beste Sohn der Welt heute geworden!
* Ich könnt' ihn immerzu knutschen.
* Ich knutsch ihn immerzu.
* Sollte ich morgens einmal etwas Extrasüßes brauchen, lege ich
ihn mir einfach auf's Frühstücksbrötchen.
* Wenn er schläft, sieht er aus wie ein Engel.
* Er ist ein Engel - wenn er nicht gerade etwas zu knöttern hat.
* Leider hat sich sein 3bis5-Stunden-Rhytlmus nicht verändert.
* 5 Stunden natürlich nur tagsüber. Nachts konsequent 3. * Wie ist das eigentlich, wenn man mehr als 2 Stunden schläft?
* Liegen findet er im Wach-Modus doof.
* Er hört auf zu trinken, sobald er meint, ich schenke ihm dabei
zu wenig Aufmerksamkeit, weil ich dabei ... äh ... eine Zeitschrift lese
oder ... ähem ... mit dem Laptop im Netz unterwegs bin.
(Bin ich gezz eine schlechte Mutter?)
* Ich singe ihm ganz oft etwas vor. Heute natürlich ein Geburtstags-
ständchen. Und das ging so:
I say a ittle prayer for you
From the moment I wake up
Before I put on my makeup
I say a little prayer for you..
While combing my hair now
And wond'ring what dress to wear now
I say a little prayer for you...
Forever, and ever, you'll stay in my heart, and I'll love you forever, and ever, we never will part oh I love you together, forever, that's how it should be Living without you would only mean heartbreak for me...
I run for the bus dear, while riding I think of us dear, I say a lil prayer for you At work I just take time, and all through my coffee break time I say a lil prayer for you...
My darling believe me For me there is no one but you Say you love me too...
Ich glaub', er fand's gut. Seinem Blick nach zu urteilen, war er
geradezu fasziniert ...
26|03|09
18:00
do
|
|
|
|
|
|
|
Und dann ...
war da noch die junge Frau, die bei der Vorstellungsrunde im Babymassage-Kurs unter Tränen von ihrem Sohn erzählte, den sie dabei schlafend im Arm hielt. Drei Wochen älter als unser "Kloiner". Ein Frühchen. Bis heute noch stationär. Weil er manchmal das Atmen vergisst - und auch schon wiederbelebt werden musste. Koffein soll ihm helfen. Aber Koffein lässt ihm auch kaum Schlaf. Schlaf, den der Körper braucht. Schlaf, der den Körper so weit runter fährt, dass er manchmal aufhört zu atmen. ...
24|03|09
15:47
di
|
|
|
|
|
|
|
Hab gerade ein Minütschen
* Muttersein ist toll!
* Mein Sohn ist toll!
* Mein Sohn zu schreiben ist übertoll!
* Henry liebt Norah Jones so sehr, dass er am
liebsten "mit" ihr einschläft. Nach drei Wochen
konnt' ich sie nicht mehr hören und hab's mit Katie
Melua probiert. Geht auch. Gottseidank!
* Ich kann alle Lieder mitsingen.
* Eine Stulle zu schmieren dauert eine Stunde. Sie zu essen eine weitere.
* Sein Schnuller ist böse - dauernd fällt er raus!
* Wenn er knöttert, renn' ich ständig zu seinem Bettchen.
* Wenn er schläft, renn' ich ständig zu seinem Bettchen - um
zu gucken ob er noch lebt.
* Wenn er sich reckt und streckt, macht er ganz oft die Superman-Faust - manchmal schläft er genau so wieder weiter.
* Diese Händchen!
* Diese Füßchen!
* Dieses Mündchen!
* Aus den ersten Sachen ist er schon rausgewachsen.
* Seufz!
* Leider rede ich genauso bescheuert mit meinem Sohn wie andere Mütter mit ihren Kindern auch!
10|03|09
15:17
di
|
|
|
|
|
|
|
Henry
in Zahlen:
* 26. Januar 2009
19 Uhr 11
57 cm
4.665 g
in Worten:
unbeschreiblich
11|02|09
13:34
mi
|
|
|
|
|
|
|
Von 11 auf 1
Oder auch 2. Der "Kloine" will ein ganz großer werden und wird bereits auf 4.400 g geschätzt. 14 Uhr Geburtseinleitung. Heute! Ankunft: voraussichtlich morgen. Spätestens übermorgen. Ohgottohgott!
26|01|09
11:37
mo
|
|
|
|
|
|
|
Noch 11
Dem "Kloinen" geht's gut.
25|01|09
16:13
so
|
|
|
|
|
|
|
Noch 12
Und CTG hatte ich heute auch schon. Alles gut. Es weht ab und zu recht schmerzhaft. Nach Hause durfte ich trotzdem. Nächster Termin Montag, 8 Uhr.
24|01|09
14:50
sa
|
|
|
|
|
|
|
Noch 13
Und ein 2. CTG heute Abend. Den Herztonabfall vom "Kloinen" heute Mittag fanden weder die Hebamme noch die beiden Ärztinnen toll. Aber ich soll mir keine Sorgen machen. Ja nee, is kla.
23|01|09
16:19
fr
|
|
|
|
|
|
|
Noch alles drin
Ich hab Stein und Bein geschworen, dass ich niemals nicht sagen werde, dass ich nicht mehr mag und der "Kloine" gefälligst herauskommen soll. Man kann während der gesamten Schwangerschaft noch so glücklich gewesen sein, aber am Ende erwartet man das Ende gerne eins, zwei, drei, vier, fünf Wochen früher. Ich bin jetzt mitten im 10. Monat, klingt als wäre da etwas schief gelaufen, ist aber seit heute die 39. Woche. Ich muss mich also nicht mehr besonders schonen und versuche alles, naja fast alles, damit der "Kloine" in die Gänge kommt und wetze durch's ganze Haus, die Treppen hoch und runter, vom CTG zur Tankstelle, zur Waschanlage, zum Dekoladen und wieder nach Hause, die Treppen hoch und runter und nochmal hoch und wieder runter. Aber am Ende des Tages bin ich einfach nur kaputt und müde und der "Kloine" seelenruhig.
Laut Mutterpass sind es noch 14 Tage, laut Schwangerschaftsscheibe 16 und wenn es nach meinen Hebammen geht, irgendwann diese Woche. Wäre es nach mir gegangen, dann vorgestern - an diesem unglaublich historischen Tag, ich hätte ihm als Zweitnamen auch Barack gegeben. Aber der "Kloine" erfüllt ja schon mal grundsätzlich keine Wünsche. Andererseits scheint der "Kloine" doch nicht nach seinem Vater zu kommen, denn der hätte sich ganz sicher diesen Tag ausgesucht.
Wahrscheinlich übertrage ich noch und der "Kloine" LÄSST sich holen. Das hieße noch 24 Tage - und das in meinem Zustand!
Beginne ich also mit dem Countdown und wähle den offiziell errechneten Termin aus dem Mutterpass. Also:
Noch 14 Tage!
22|01|09
15:21
do
|
|
|
|
|
|
|
Nebenwirkungen
Der "Kloine" bleibt ruhig. Und ich muss es auch bleiben. Liegen bleiben. Sobald ich zu viel im Haus herum laufe, drückt und zieht es. Also lege ich mich wieder hin, weil ich auf vorzeitige Wehen und einen erneuten Krankenhausaufenthalt nicht so die Lust habe.
Das S. geht in seiner Rolle als Schwangerschaftsschlussspurtsupporter auf und lässt dabei keine Gelegenheit aus, jedem zu erzählen, welchen Herausforderungen im Haushalt er sich schon heldenhaft gestellt hat. Aber das S. muss auch Geld verdienen und während er unterwegs ist, macht der Haushalt keine Pause und überall wo ich hinschaue, sehe ich Arbeit. Arbeit, die ich sonst gemacht habe, "mal eben" und "so zwischendurch". Aber das darf ich jetzt nicht, weil der "Kloine" sich sonst auf den Weg macht und das soll er noch nicht. Mich macht das ein klitzekleines bisschen waaahnsinnig. Und jetzt bitte kein "Aber es ist doch für den Kloinen!" mehr! Das weiß ich selbst und würde es zu jeder anderen Schwangeren genauso sagen. Aber wenn man hier so rumliegt und einem nichts weh tut und nur Arbeit sieht und überhaupt ein bisschen pingelig veranlagt ist, dann ... AAARGH! Und dann ärgere ich mich, dass mich so etwas überhaupt ärgert, außerdem wird es dem S. über nicht gerecht, denn einen besseren Schwangerschaftsschlussspurtsupporter kann man sich nicht wünschen. Vielleicht sollte ich Yoga erlernen oder wie hieß das gleich noch, wo man negative Energien durch entspanntes Atmen über das Steißbein, durch die Wirbel hindurch und über den Scheitel herausgepresst wieder los wird?
09|12|08
15:00
di
|
|
|
|
|
|
|
Zuhause
Der Chefarzt hat mich versehentlich entlassen. Jedenfalls bin ich sehr erstaunt seit gestern wieder zu Hause zu sein. Ich bin gespannt für wie lange. Wenn es nach mir ginge, für den Rest des Jahres und angesicht des Datums ist das ein wirklich sehr bescheidener Wunsch. Aber Wünsche erfüllt mir der "Kloine" in meinem Bauch schon mal grundsätzlich gar nicht. Pläne durchkreuzen ist sein liebstes Hobby. Also genieße ich sicherheitshalber jede Sekunde in unserem Zauberhäuschen. Man weiß ja nie.
06|12|08
13:39
sa
|
|
|
|
|
|
|
Gaaaaaaaanix
... glaube ich mehr! Überhaupt gar nichts niemals mehr! Von wegen, wenn alles in Ordnung ist, darf ich nach Hause. Morgen vielleicht. Hahaha! Ich muss für immer bleiben, das wollen die mir nur nicht sagen.
Wirklich geglaubt habe ich es ja ohnehin nicht, zumindest versucht. Bloß nicht zu viel Hoffnung. Aber das ist mir dann doch nicht so gut gelungen. Ich hätte fast geheult und wäre ich allein gewesen, hätte ich die Tränen auch nicht stoppen können. Aber wenn es sein muss, kann man sich dann doch irgendwie zusammen reißen. Mittlerweile habe ich mich gefangen. Immer schön nach oben gucken, ablenken - und Hoffen ist sowieso verboten.
04|12|08
16:27
do
|
|
|
|
|
|
|
2-do-Liste
• über den schlossmoyländischen Weihnachtsmarkt schlendern - das S. wäre sogar mitgekommen
• Wisseler Adventskonzert in der schönen St. Clemens
• 5 Schrilliarden Plätzchen backen
• Geschenkchen basteln
• das Kinderzimmer mit einem Berg voll Liebe und Wärme dekorieren (so etwas können nur Mütter)
• das Zauberhäuschen auf die Ankunft vorbereiten
• Frühstück bei der Freundin
• Winterspaziergänge durch's Zauberörtchen
• Weihnachten an meiner Ostsee verbringen • ...
... Das und noch viel mehr. Wird nix draus. Stattdessen liege ich hier immer noch auf der Station. Seit gestern ist der Wehenhemmer ab, prompt ging's wieder los, das CTG malte die schönsten Ostseewellen auf's Papier. Die anschließenden Tabletten haben mich dann wieder lahm gelegt. Wenn alles ruhig bleibt, darf ich morgen nach Hause. Wenn! Und dann auch nur, wenn ich auch zu Hause schön artig bleibe und mich am besten gar nicht mehr bewege. Dem "Kloinen" geht's gut, ich werde bestens versorgt. Alle sind nett. Aber das Heimweh bleibt trotzdem..
03|12|08
15:55
mi
|
|
|
|
|
|
|
Heimweh
Bis Mittwoch mindestens, meinte der verhandlungsresistente Chefarzt. Nicht das, was ich hören wollte. Doch obwohl ich hier mit Wehenhemmer, Betablockern gegen das Herzrasen und Zittern, Lungenreifespritzen für den "Kloinen", Thrombosespritzen, selbstverständlich inklusve der dafür vorgesehenen sexy Strümpfe, zugedröhnt werde und meine maximale Ausflugsstrecke Bett-Bad-Bett vorsieht, bin ich doch froh, auf einer Station mit lauter Schwangeren und Eben-noch-Schwanger-Gewesenen zu sein. Alle ganz unterschiedlich erfüllt mit Freude, Spannung, Ängsten, Sorgen und natürlich Liebe. Und dann noch die vielen kleinen Engelchen, die jeden Tag hinzukommen. Manche von ihnen sind so klein, dass sie selbst noch einen Engel brauchen.
01|12|08
10:25
mo
|
|
|
|
|
|
|
1. Advent
Den wollte ich schon immer mal im Krankenhaus verbringen - anstatt das Zauberhäuschen bei weihnachtlicher Musik liebevoll zu schmücken und in sanftes Licht zu tauchen. So hoffe ich also auf den kommenden Tag und überlege mir schon mal vorsorglich Verhandlungsstrategien mit dem Chefarzt für die morgendliche Visite. Vier Tage sind wirklich genug. Und sooooo lang. Blöd nur, wenn ausgerechnet dieser Arzt als verhandlungsresistent bekannt ist.
30|11|08
16:39
so
|
|
|
|
|
|
|
Großartige kleine Dinge
Jeden Tag hier reinschreiben zu wollen, war anscheinend doch etwas zu optimistisch von mir gesehen. Die Einträge werden immer seltener, ich sollte meinen Blog vielleicht wieder mehr für mich selbst betrachten und wieder viele kleine Dinge festhalten - und nicht all zu viel über Geschriebenes nachdenken.
Was hat sich getan? Eine Menge! Ich habe mich verliebt. Ganz heftig sogar! Ich hätte nie gedacht, dass man zwei Männer gleichzeitig lieben kann, aber mein Herzchen kann sich nicht dagegen wehren und will es auch gar nicht! Er ist das Beste, was mir passieren konnte! Neben dem S. natürlich. Er hat mein Leben verändert. Prioritäten haben sich verschoben. Dinge, die zuvor wichtig erschienen, wurden unwichtig und Unwichtiges wichtig. Und in etwa 74 Tagen wird er mein Leben völlig auf den Kopf gestellt haben. Ich weiß, dass wir noch viele Höhen und - hoffentlich nur wenige - Tiefen gemeinsam erleben werden. Und ich werde immer unendlich dankbar sein, dass es ihn gibt und mein Glück so vollkommen macht: Mein Sohn!
Noch trage ich ihn in meinem Bauch, der mittlerweile so groß geworden ist, dass ich machmal glaube, ich müsste ihn eigentlich beim Landesvermessungsamt als "mobile Bergregion" anmelden.
In nur wenigen Wochen werde ich ihn in meinen Armen halten - und immer noch nicht glauben können, dass dieses kleine Geschöpf tatsächlich mein ist und ich ihn auf den Weg begleiten darf, der aus ihm hoffentlich einen aufrichtigen und guten Menschen machen wird.
Das, was passiert, ist einfach unglaublich. Lange Zeit dachte ich, dass ich genau das nicht erleben darf. Und auf einmal war er da.
Danke, lieber Gott!
|
|
|
|
|
|
WAS FÜR EIN TAG!
Dear Mr. O.,
please, save this world.
Thank you so much!
5|11|08
08:51
mi
|
|
|
|
|
|
Call me Sommerloch
Nix los hier. Also offiziell. Immernoch müde, aber immerhin mit leichten Verbesserungen. Die Demenz schreitet auch mit großen Schritten voran - vielleicht bin ich deshalb so selten hier, weil ich vergessen hab, was ich schreiben wollte?
Hier ein paar Schnitzelschnipsel, die noch übrig geblieben sind:
Vor ein paar Wochen waren wir noch auf Rügen. Für eine Woche. Schön war's. Und ich hab tatsächlich wieder was Neues gesehen. Der Waldspaziergang durch den Nationalpark Königsstuhl war am überhauptallerschönsten. Ich hab gefühlte eine Million Bäume inhaliert.
* * *
Der Bauer hat vor ein paar Tagen einen Bock auf die Schafis angesetzt. Der Bock hat aber kein Bock auf Schafinnen. Der hat nur Bock auf Gras. Versteh' einer die Männer.
* * *
Wir haben, jaja, okay, schon gut, also: datt S. hat mittlerweile an die zwölf oder mehr, oder vielleicht ist es ja immer derselbe, kleine Fröschlis aus dem Pool gerettet. Bei Wind und Wetter. Mein Held!
* * *
Die Müdigkeit macht mich noch waaahnsinnig.
* * *
Vorgestern (hey, ich weiß es noch!) dachte ich, ich würde eine Erkältung bekommen. Halsschmerzen. Hab mir einen Tee gemacht. Rotbusch Karamel. Und der duftete so lecker, dass ich es gar nicht erwarten kann, dass es Herbst wird.
* * *
Ich bin kein Sommertyp. Ich bin ein Frühlingherbstwintertyp. Und daran würden auch hundert Jahre Irland nix ändern! Oder Arktis.
* * *
Das mit dem Lesen-was-da-gar-nicht-steht perfektioniere ich mittlerweile. Heute wieder. Was war's gleich noch?
* * *
Morgen ist der 08.08.08! Da heiraten ganz viele ... zukünftige Ex-Ehefrauen.
07|08|08
18:06
do
|
|
|
|
|
|
|
...
Ich habe absolut keine Ahnung wie ich auf die Idee kommen konnte, jeden Tag hier reinschreiben zu wollen oder besser gesagt zu können. Mein Leben ist sehr ruhig und beschaulich - solange das S. nicht da ist. Haha, kleiner Scherz. Nein, auch dann ist mein Leben relativ unspannend, aber trotzdem unglaublich schön. Allerdings reicht es nicht für einen täglichen Eintrag, und die Zeiten, in denen ich Allerbelanglosestes hier reinschrieb ... ja, mein Gott, ... ich war eben ... jung! Damals. Und dann gibt es eben noch Dinge, die man, okay ich wegen acht Schrillarden Gründen nicht hier reinschreiben will oder auch kann. Schade eigentlich.
So, und bevor ich mich wieder meinem ruhigen, aber schönen Alltag zuwende und gleich vielleicht noch ein paar Lämmerchen beobachte, die seit ein paar Wochen hier bei uns auf der Deichwiese grasen, verrate ich an dieser Stelle einer meiner unglaublich liebevollen und entzückenden Macken: Jeden Abend, bevor ich meine Äuglein zu mache, lese ich noch zwei bis fünfzig Seiten, je nach Müdigkeitszustand. Nein, das ist nicht die Macke, die kommt jetzt. Wenn ich das Buch weglege, lege ich es zugeklappt mit dem Titel nach unten neben meinem Bett, damit die Geschichten im Buch bleiben und sich nicht in meine Träume einschleichen. Jaha!
09|07|08
14:00
mi
|
|
|
|
|
|
|
6er im Lotto
Ja wirklich! Letzten Samstag drei Richtige und davor den Samstag auch. Macht einen wahnsinns Gewinn von 17 Euro 10. Was kauf ich mir bloß davon?
09|06|08
14:47
mo
|
|
|
|
|
|
|
Hö?
Als Gartenfreak besitze ich mittlerweile an die 186 Schrilliarden Gartenmagazine. Und jedes Mal, wirklich jedes Mal, wenn in einem Artikel steht "die Pflanze benötigt humosen Boden", lese ich "die Pflanze benötigt humorlosen Boden".
Herrlich!
21|05|08
09:00
mi
|
|
|
|
|
|
|
I want KISS
Freitag, 9. Mai 2008. Vor vier Tagen also (ja hallo! es ging nicht eher!). Allerschönstes Brutzelwetter, für die eigene Haut und lecker Grillspießchen. Zum Beispiel. Nachmittags sitzen das S. und ich bei einem kleinen Wochenendbierchen im schönen Garten während der Pool neu auffüllend vor sich hinplätschert. Sach’ ich zum S. „Boah ey, datt könnt’ so ein schöner Tach sein heute. Und ich fahr mit Dir und das mach’ ich NUR für Dich! nach Oberhausen und guck mir alte Männer mit zu viel Schminke im Gesicht an.“
Ich war am Rand der Verzweiflung, umgarnte das S. wie schön es doch zu Hause sei, und als das nix half, schlug ich ihm vor, doch mit unserem Nachbarn zu fahren. Nix zu machen! Ich musste mit und mir KISS in Oberhausen antun, statt in schönster, ruhigster und überhauptster Idylle die Sonne anzugrinsen.
Das S. hat sich damals mit 13 dem KISS-Wahn hingegeben. Ich konnte sie noch nie leiden. Diese Masken! Das ist doch krank! So läuft man nicht mal Karneval rum. Außer S. natürlich. Aber das ist schon lange her. Gottseidank!
Das S. liebt KISS immer noch ein bisschen und ich das S. sehr, also fuhr ich mit ihm in die Arena Liebe macht auch irgendwie wahnsinnig. Schon vor der Arena liefen die ersten düsteren Gestalten herum. Alle in schwarz. Alle in KISS-Shirts. Alle mit Tattoos. Fast alle maskiert. In der Arena selbst die geballte Ladung KISS-Wahnsinniger. Und ich mitten drin. Mir wird schlagartig klar, warum noch kein Außerirdischer versucht hat, mit der Menschheit Kontakt aufzunehmen. Um nicht aufzufallen, zwinge ich das S. mir ein KISS T-Shirt in Girlie-Ausführung zu kaufen. 35 Euro. Wahnsinn! Sich selbst kauft das S. ein KISS-Magazin mit fünf Schrilliarden Fotos von Vorm-Urknall bis Heute. 25 Euro. EYWATTISLOS?? Na egal. Das Shirt übergestreift, umklammere ich mein Bier und schau mich vorsichtig um. Bloß niemandem zu lange in die Augen schauen, wer weiß wozu die alles fähig sind! Erstaunlich, das ich nicht die Jüngste bin. Die Jüngste war ungefähr 7. Ja, 7, in Worten, S-I-E-B-E-N! Einstellig. Sonst nix. Auch kein Komma. Und dann noch maskiert. Wie die Eltern. Himmel! Der Älteste war geschätzte 57, also etwa so alt wie die Bandmitglieder selbst und wollte gern Gene Simmons sein, der ekligste von KISS, und sah genauso bescheuert aus. Frauen waren natürlich auch da. Manche sahen aus, als hätten sie an dem Abend „frei“, andere widerrum als wollten sie eigentlich zu Howard Carpendale. Hilfesuchend blicke ich mich nach den Männern mit den weißen Jacken um. Keiner da! Meine Güte, bin ich denn die einzig Normale hier? Vergesse aber, dass ich bereits mein KISS-Shirt anhabe. Während das S. die nächste Runde Verpflegung holt, blättere ich in dem Magazin. OH, DA, die Jungs mal ganz ohne Maske! Lecko mio, wer is datt denn? Ah, Paul! Das ist also Paul Stanley!?! Poah ey, Poal! Und von nun an: geilosteilo Poal! Ich fange an, mich auf das Konzert zu freuen.
Pünktlich 20 Uhr fängt die Vorband an, die uns so überhaupt gar nicht interessiert und wir uns lieber noch ein bisschen die Wahnsinngen angucken. Gegen viertel vor neun geht es dann los. Ein überdimensionaler, schwarzer Vorhang wird auf der Bühne herunter gelassen, darauf in riesigen Lettern: KISS!
So langsam werd’ ich kribbelig. Das S. ist so aufgeregt als bekäme er zum ersten Mal in seinem Leben Fußballschuhe geschenkt. Die komplette Arena schreit „We want KISS!“ Irgendwann geht die Musik an. Ohrenbetäubend laut. Der Vorhang fällt. KISS wird in der Mitte hydraulisch auf die Bühne herabgesenkt. Die Arena tobt und ich schrei’ „Pooooal, Du coole Sau!“. Das S. lacht sich halb tot, weint aber auch vor lauter Freude über die „Fußballschuhe“. Es folgen über zwei Stunden allergeilste Show! Die „alten Männer mit zu viel Schminke“ werden für mich zu Göttern auf der Bühne. Geilosteilo-Paul ist natürlich der Größte! In seinen Plateaustiefeln springt der 56jährige über die Bühne und bewegt sich wie ein junger Gott. Gene ist immer noch irgendwie eklig, aber das ist egal. Die Show ist das Beste, was man seinen Fans überhaupt bieten kann. Pyrotechnik und Specials vom Feinsten. Und immer genau richtig. Die Zugabe geht fast eine halbe Stunde lang. Als Highlight gleitet geilosteilo Paul per Seil über die Menschenmenge und lässt sich in der Mitte des Innenraums, wo die Techniker und eine Mini-Bühne sind, wieder absetzen. Er singt „Love Gun“. Und es wird noch heißer als ohnehin schon. Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich kaum ein Lied kenne und nicht mitbrüllen kann. Das S. hingegen kennt alle Lieder. Leider. Ich glaub’, ich habe noch nie einen Menschen so schief singen hören und das auch noch südtribünenlaut. Aber das ist egal, was zählt ist der Moment. Als Abschluss spielen KISS „Detroit Rock City“ und entlässt damit seine Fans aus dem wahrscheinlich geilsten Konzert ihres Lebens.

I want POOOOAL!
(Bild "geliehen" bei paulstanley.com)
Und weil dieser Abend so unfassbar war und wir unsere Kamera „vergessen“ hatten, haben wir nun auch Karten für das nächste Konzert in Oberhausen am 11. Juni. POOOOOOAL! Ich KOMME!
13|05|08
16:14
di
|
|
|
|
|
|
|
Die einzig wahre
Viel weg bin ich zur Zeit. Meine Lieblingsfirma in MeckPomm hat zur Hausmesse direkt an meiner, also MEINER Ostsee geladen. Da kann ich nicht nein sagen. Wie auch.

Hohe Düne, Warnemünde
Bei der Gelegenheit hab ich dann auch gleich meine Hansajungs besucht. Bis dahin hatte ich eine 1-A-Bestlaune. Danach dann erstmal nicht mehr. Was machen die da? Nix! Doch - mich wütend.
Ich hab' übrigens noch eine Semi-Erkältung von der original Ostsee mitgebracht. Will jemand?
07|05|08
10:31
mi
|
|
|
|
|
|
Seufz
Gestern "Immensee" gelesen. Ach, mein Herz!
30|04|08
11:20
mi
|
|
|
|
|
Ich und ich
Gestern Abend habe ich in eine Serie reingezapped, die ich noch niemals nicht in meinem Leben gesehen habe. Hängen geblieben bin ich der Tiere wegen und weil da Eine genau so hieß wie ich. Hatt' ich noch nie. Und jedes Mal, wenn ihr - also mein - Name fiel, musste ich laut auflachen. Ich glaub', ich guck' das gezz öfters.
23|04|08
17:22
mi
|
|
|
|
|
|
Wer ist schon Ribéry? Oder Klose? Luca Toni? Pfff.
Das Wochenende beginnt mit einem hirnfreien Samstag, wenn wir, das S., ich und noch eine Horde anderer Bekloppter, nachmittags auf dem Ku'damm stehen, eine Hand auf unser schwatzgelbes Herz gelegt, die andere ein Bierglas siegerpokalmäßig gen Himmel stemmt und wir laut brüllen "Es kann nur einen Deutschen Meister geben" und "Ihhst das Spiel ge-woh-ho-nen, dann kaaann man es ver-steehn ...". Oder so. Dann wird sich zeigen, ob die Ernüchterung noch am selben Abend erfolgt oder erst nach einer durchgefeierten Woche.
Edit (17 Uhr 46): Nervös. Ich werd' langsam allersehrst nervös! Zur Ablenkung werd' ich gezz mal den Wagen für die Fahrt morgen präparieren. Wo hatt' ich gleich noch die schwatzgelben Felgen?
Edit 2: Warum passiert mir sowatt eigentlich nicht mit meine Hansajungs?? Obwohl, is vielleicht auch besser so, das tät ich ja sonst nicht überleben, tät ich das nicht!
18|04|08
14:52
fr
|
|
|
|
|
|
|
Einer geht noch
Der lustige Logbucheintrag fällt heute leider wegen unkontrolliertem Koffeinkonsum aus. Heut' war nachgeholter Hausfrauentach. Erst Frühstück mit der Freundin bei gefühlten vierzig Tassen Kaffee bis spätmittags und anschließend der versprochene Klön bei der ehemaligen Nachbarin. 'Na, noch'n Käffchen?' Jetzt steh' ich unter akutem Koffeinschock und sitz' mit weit aufgerissenen Augen am Rechner, sehr bemüht noch eins zwei Stündchen produktiv zu sein.
17|04|08
17:25
do
|
|
|
|
|
|
|
Gewusst wie - spart Energie
Nach 19 Jahren lese ich nun zum zweiten Mal den Schimmelreiter. Heute mach' ich das freiwillig, damals unter Zwang meiner diktatorischen Deutschlehrerin. Schon damals liebte ich Bücher heiß und innig, verschlang sie morgens, mittiags, nachts, vor dem Frühstück, statt Mittag und abends heimlich mit Taschenlampe unter der Bettdecke. Aber dieses Buch gehörte deifinitv nicht zu meinen Lieblingen. Der Titel klang für eine Zwölfjährige erst einmal äußerst verlockend. 'Ohhh, Pferde!' Nach der ersten Seite war dann aber schnell klar, dass sie noch nicht einmal eine Nebenrolle spielen würden. Doofes Buch! Und dazu noch zäh und langweilig. So schreibt doch keiner! Das Grauen wurde perfekt als meine Lehrerin in die Klasse brüllte, dass wir bis kommende Woche das Buch lesen müssten, da wir anschließend einen Aufsatz darüber schreiben würden. Das war der Vorhof zur Hölle. Das war Folter. Das war - echt gemein! Ein Stöhnen ging durch die Klasse. Zuhause lag ich auf meinem Bett, starrte auf das Buch. Las noch einmal die erste Seite. Las die zweite Seite. Die dritte. Und fragte mich: Warum?? Ich war verzweifelt. Meine Note hing von diesem Buch ab. Und in mir sträubte sich alles, es zu lesen. Es war einfach nichts zu machen. Also beschloss ich volles Risiko zu gehen. Kämpfte mich durch die ersten und die letzten zehn Seiten und schickte am Tag des Aufsatzes noch kurz ein Stoßgebet zum lieben Gott. Und, was soll ich sagen? Er hat mich erhört. Ich las die Frage, die wir beantworten mussten: "Stürzte er sich absichtlich die Klippen herunter? Erläutere Deine Meinung und zeichne die Situation." Ja, jajajaaaa! Das war mein Tag! Ich beglückwünschte mich zu meiner genialen Idee, genau die richtigen Seiten zu lesen. Ich schrieb. Und schrieb. Und schrieb. Und zu meinem großen Glück, durfte ich dann auch ein Pferd malen. Mein Glückstag! Kurze Zeit später erhielten wir die Aufsätze zurück und unter meinem prangte eine große lehrerrotstiftrote 1! Ja, ich war schon damals sehr intelligent.
16|04|08
10:52
mi
|
|
|
|
|
|
|
S E U F Z !

Bei uns "im" Garten.
11|04|08
16:45
fr
|
|
|
|
|
|
|
Urlaub - Oder wie man seine Unterwasserphobie per Selbsttherapie heilt behandelt
Zurück. Braun gebrannt. Vierzehn Tage Sonne satt. Dreißig Grad. Jeden Tag. Und geschnorchelt bin ich auch. Aber Hallo! Wenn die Malediven (Filitheyo, für die ganz Neugierigen) schon als Taucherparadies gelten, dann ... Unterwasserphobie ahoi ... muss man sich höchstselbst davon überzeugen. Das klingt sehr mutig. War ich aber nicht. Was nicht verwunderlich ist, wenn man schon am ersten Tag, sicher am Ufer stehend, mit Rochen und Babyhaien (Baby, haha, einen Meter lange Monsterhaie waren das. Ausgewachsen. Quasi.) konfrontiert wird.
Und bereits in der ersten Nacht träumte ich, sehr realistisch, wie mich ein Hai in einer unter Meerwasser gesetzten Etagenwohnung verfolgt. Glücklicherweise, entkam ich ihm, völlig unrealistisch, rannte das Treppenhaus hinunter, was nun nicht mehr unter Wasser gesetzt war, und platzte in eine Talkshow, in der Gäste geladen waren, die Angst vorm Bügeln hatten. So, meine lieben Hobbypsychologen, was bedeutet das? Egal. Nach dieser Nacht also, bewaffnete ich mich am folgenden Morgen mit Schnorchel und fünf Quadratmeterbrille, stand im etwa ein Meter hohen kristallklarem Ozean, die langen Haare hochgesteckt, damit sich kein Hai darin verfangen kann, tauchte meinen Kopf in die von mir gefürchtete Unterwasserwelt und war fünf Sekunden später schnappatmend wieder aus dem Wasser. Mutig wie ich bin, wiederholte ich das etwa zehn Mal. Mit jedem Mal wurde das S. ungehaltener (pädagogisch total wertvoll) und meine Phobie immer größer. Und warum? Weil ich im Wasser keine zehn Meter weit gucken kann, durch die Taucherbrille ein eingeschränktes Sichtfeld habe, von dem eigenen Horror Atemgeräusch mal abgesehen (erst Schhhhhhh-Chhhhhhhhh-Schhhhhhhhh-Chhhhhhhh; plötzlich ein kleiner Fisch, sch-ch-sch-ch-sch-ch-ch-ch), und ich den Fischen völlig ... äh ... hilflos ausgeliefert bin. So sieht’s aus! Wer lacht hier!
So zog ich es dann vor, den Rest des Tages am zwanzig Meter entfernten Pool zu verbringen und mir ein bis diverse Bierchen zu verschreiben.
Weil in mir nun aber eine kleine Kämpfernatur steckt, kam es wie es kommen musste: Ich ignorierte sämtliche Herzattacken, inklusive Präzisionsschnappatmung und sah die Unterwasserwelt mit ihren Fischen haut schuppennah in ihren schönsten und schillerndsten Farben. Es war, als würde ich in einem riesigen Aquarium schwimmen. Unglaublich schön.
In der zweiten Woche wechselten wir in einen Wasserbungalow. Der maledivische Flair war jetzt perfekt. Von unserer Terrasse aus hatten wir einen direkten Zugang zum Meer. Kaum war ich im Wasser, schwammen etwa vierzig Fische um mich herum. Dreißig Zentimeter lang. Transparent weiß. Mit einem nicht unbedingt freundlichen Grinsen, so schien es mir, wenn sie ihre Mäuler leicht öffneten und mich beobachteten. Dieses Grinsen kam mir irgendwie bekannt vor, ich wusste nur nicht woher. Am nächsten Tag wieder, weitere Fische, diesmal bunt schillernd, kamen hinzu. Aber dieses Grinsen der anderen, woher kannte ich das bloß? Und dann viel es mir wie Schuppen von Flossen, ich hatte sie vor Augen, es war unverkennbar das selbe Grinsen: Chucky, die Mörderpuppe! Sch-ch-sch-ch-sch-ch-sch-ch-sch-ch. ’Okay, das langt für heute’. Bei meinen nächsten Schnorchelausflügen versuchte ich das Bild mit mäßigem Erfolg zu verdrängen, wurde aber immer wieder mit neuen bunten Fischen belohnt.
Die vierzehn Tage waren toll, wenn auch etwas zu lang für ein Heimweh „geplagtes“ Ostseekind. Zwei Wochen Sonne satt. Schnorcheln. Pool. Lesen. Fast ausschließlich von Salat, Sushi und Südfrüchten ernährt. Morning Fishing mit allerschönstem Sonnenaufgang. Night Fishing (ohne Fishing for me, ich bring’s einfach nicht übers Herz). Schnorchel-Safari. Einheimischeninsel.
Ein bisschen in Bildern:

Mitgebrachtes Bild vom Besuch auf der Insel der Maledivier, Malediveser, Maledivanten, search Dir was aus.

Ozean. Indisch. Harmlos ruhig.

... er nicht so.

Der in der Mitte ist unser.

Unser Taxi vom Flughafen zur Insel und wieder zurück. Der Pilot fliegt barfuß.

Alle alle.

Souvenir. Selbstgebastelt.
Wieder Zuhause angekommen, gab es den allerüberhauptschönsten Empfang: meine heiß und innigst geliebten Schafis sind wieder da und haben dabei gleich über dreißig Lämmerchen mitgebracht, die neugierig in unseren Garten gucken und in Gruppen den Sommerdeich auf- und abwetzen und dabei immer wieder kleine Bocksprünge machen. Mir geht tausend Mal am Tag das Herz auf.
11|04|08
14:10
fr
|
|
|
|
|
|
|
Beste Freundinnen
Steffi, Sandra & Eumel, Lücke, Petra, Steff. Meine bisherigen besten Freundinnen, in genau der Reihenfolge. Ohne Spitznamen hieße die Reihe: Stephani, Sandra & Steffanie, Sandra, Petra, Stefanie. Jede ein anderes Mädchen. Die beliebtesten Vornamen meiner Generation dürften damit geklärt sein.
Steffi war meine erste beste Freundin. Wir waren 13. Natürlich gab es noch ein paar andere Freundinnen, aber sie war die erste, mit der ich am meisten Zeit verbrachte, der ich alles erzählte und mit der ich viele Gemeinsamkeiten hatte. Steffi ging in meine Klasse. Und Steffi hatte, genau wie ich, gute Kontakte in den Westen. Deshalb trug sie super coole (urst geile, hieß das bei uns) L.A. Gear Basketballschuhe. Weiß mit pink abgesetzt. Anbetungswürdig! Damals zumindest. Und sie hatte BRAVO-Ausgaben. Leider hatte ich mit meinen Westbeziehungen schon mal Pech. Es konnte schon mal passieren, dass ausgerechnet das Paket, das mein Ömchen uns schickte, und heißbegehrte BRAVO-Ausgaben enthielt, vom Band gefischt und wegen des bösen kapitalistischen Gedankengutes konfisziert wurde. Na toll!
Nach der Schule sind wir oft als erstes zu mir gegangen. Wir wohnten alle im Plattenbau. Der Plattenbau hatte damals alles andere als einen schlechten Ruf, er war das Blankenese des Ostens. Ich wohnte nur hundert Meter von der Schule entfernt, was sehr praktisch ist, wenn man chronisch auf den letzten Drücker das Haus verlässt. Ich hab uns dann oft Pfannkuchen gemacht. Oder Zuckerei. Das ist schaumig geschlagenes, rohes (klar) Ei mit viel Zucker. Natürlich wurde dabei immer viel rumgealbert, einmal wollte ich gerade eine Portion Zuckerei runterschlucken, musste aber gleichzeitig losprusten, sodass mir das Zeug aus Mund und Nase spritzte, wir noch mehr lachen mussten und die Sauerei noch größer wurde. Nachmittags waren wir dann bei ihr. Gute Kinder wie wir waren, machten wir zuerst die Hausaufgaben. Danach wurden alle Bravo-Ausgaben hervorgeholt und zum x-ten Mal gelesen, dabei tranken wir Kakao mit coolen West-Strohhalmen und hörten dazu NKOTB (für die Nicht-Insider: New kids on the block), die erste Boygroup überhaupt. Steffi schwärmte für Joey, ich für Donnie. 1-A-Aufteilung! Beide liebten wir Bücher heiß und innig, und die schönsten Kinderbücher kamen aus dem Westen. Also liehen wir uns gegenseitig Bücher aus und ich las Bücher, die ich wahrscheinlich nie hätte lesen können, weil mit Sicherheit genau das Päckchen nie bei mir angekommen wäre. Nesthäkchen, Black Beauty, Trixie Belden, Hanni und Nanni. Für mich der Himmel auf Erden.
Als wir noch mehr als ohnehin schon in der Pubertät steckten, schrieben wir eines Tages auf der Schreibmaschine von Steffis Mutter, - die ein Display besaß, also die Schreibmaschine, nicht die Mutter, in das man den Text tippte, kontrollieren konnte und erst dann per OK-Taste auf Papier gedruckt wurde-, einen Brief an das Dr.-Sommer-Team. Natürlich nicht in unserem Namen, sondern im Namen eines zuvor gefundenen Opfers: Conny. Conny hieß eigentlich Cornelia, ging ebenfalls in unsere Klasse, sie war etwas pummelig, hatte lange, dicke zu einem Zopf geflochtene Haare, kam aus Bulgarien und überhaupt fanden wir sie sehr eigenartig, was sich mit den Jahren ändern sollte. So schrieben wir als Conny den Brief, Conny, die ein Problem mit sich hat, weil sie festgestellt hätte, dass sie auf Mädchen steht und sich auch in eines verliebt hätte und nun nicht wüsste, was sie tun sollte. Wir kicherten, während wir den Brief schrieben, bewunderten gegenseitig unsere Genialität und sahen ihn schon in der Bravo abgedruckt und darunter ihren Namen „Conny, 13, aus Wismar“. Und ALLE wüssten Bescheid! Wir hatten zwar nicht daran gedacht, dass die Bravo bei uns verboten und daher nicht gerade in großer Auflage im Umlauf war, aber dafür war die Schadenfreude um so größer. Als wir den Brief fertig hatten und in einen Umschlag steckten, kamen uns dann allerdings doch Zweifel. Trotz raren Fernsehkrimikonsums, aber dafür ausgestattet mit unerschöpflicher Fantasie, fiel uns quasi noch im letzten Moment ein, dass man Verfasser von Briefen nicht nur an ihrer Handschrift entlarven kann, sondern auch anhand des Schreibmaschinentyps. Und die besonders besondere Schreibmaschine von Steffis Mutter wäre mit größter Stasisicherheit sofort erkannt worden. Nicht auszudenken, was mit uns passiert wäre, wenn wir daran nicht gedacht hätten oder es uns erst eingefallen wäre, wenn es für einen Rückzieher zu spät gewesen wäre. Vielleicht hätte man uns ins Heim gesteckt oder uns beim nächsten Fahnenappell vor der versammelten Schule eine Mahnung mit weitreichenden Folgen erteilt. Also zerrissen wir den Brief, beglückwünschten uns zu unserer unermesslichen Intelligenz und dadurch geretteten Unschuld, tranken einen Kakao, hörten NKOTB und träumten noch ein wenig von Joey und Donnie, bis es Zeit war für mich nach Hause zu gehen.
Fortsetzung folgt.
17|03|08
18:18
mo
|
|
|
|
|
|
|
Der kleine Tierfreund
Ich liebe Tiere. Die Natur. Ich umarme auch schon mal spontan einen Baum. Aber alles hat seine Grenzen. Denn: ich kann sehr, sehr böse werden! Zum Beispiel, wenn gewisse Tierchen meinen Garten fröhlich umgraben, was niemals umgegraben werden sollte - den Rasen. Riesige Erdhügel verteilten sich darauf und darunter ein 1A Londoner U-Bahn-Tunnelsystem. Mein heiß und innigst geliebter Garten wurde systematisch zerstört. All die Stunden, Tage, Wochen, die ich bei allen Wettern auf dem Boden robbend verbracht habe, wollte dieses kleine Kackvieh zerstören. Wir haben alles, aber auch wirklich alles versucht. Und jedesmal, wenn wir dachten, geil, die Sau is wech, überraschte er uns mit einer neu angelegten Bergkette. So auch neulich. Knapp zwei Wochen hatten wir Ruhe, der Rasen auf dem Weg der Besserung. Es war Montag. Wann sonst. Der erste Blick morgens ging wie immer in den Garten, schweifte von links über den mittig zerstörten Rasen nach rechts. Rechts. Am Zaun entlang. Vier neue, frisch angehäufte, auf einer Linie entlang angelegte Aussichtsplattformen. Immerhin in Richtung Deich, aber immernoch in meinem Garten. Mich überkam spontane Mordlust.
Aber erstmal ein Käffchen in die Blutbahn befördern. Und dann mit Gartenhandschuhen und übelst riechenden Pillen bewaffnet das Territorium des Grauens betreten. Zwei, nein, besser drei Pillen ins erste Loch und zu. Zwei weitere Pillen ins zweite Loch und zu. Mein Blick ging schon mal zum vierten und letzten Loch, das etwa zweieinhalb Meter von mir entfernt war. WAS liegt DA?? Ein schwarzes, pelziges, länglich rundes Etwas. Nein! Bitte nicht! Vor dem letzten Loch lag tatsächlich der Feind. Vor der Attacke geflohen. Langsam atmend. Sch***! Was mach' ich denn jetzt? Ich kann ihn doch nicht entkommen lassen. Wenn ich das dem S. erzähle und ihm sage, ich hab' ihn entwischen lassen, dann ... äh ... ich weiß auch nicht ... und ich will's auch gar nicht wissen! Zur Salzsäule erstarrt, stand ich vor ihm und blickte auf ihn herab. Erschlagen? Ohgottnein! Das gäbe auf ewig schlaflose Nächte und überhaupt, wer macht sowas? Ich blickte nach rechts in den übernächsten Garten von H. und H., wo vor wenigen Minuten noch zwei Männer waren, die das Grundstück vermaßten. Keiner mehr da! War ja klar, wenn man mal Hilfe benötigt, machen sich die Männer aus dem Staub. Oh, Sch***! Er bewegt sich! Er will wieder in sein Tunnelsystem zurück! Sch***! Was mach ich denn jetzt?? Ich hab doch noch gar keine Strategie! Und Zeit dafür erst recht nicht. Beherzt scheuer' ich ihm eine, um ihn von der Flucht abzuhalten und mir mehr Zeit zum Nachdenken zu geben. Aber mit seinen kleinen Schaufeln hatte er sich schon festgetackert, sodass nur sein Hinterteil wegrutschte. Er war schon halb im Erdloch, nur sein Po reckte sich mir entgegen. Wirklich sehr po-ssierlich. Mir blieb nichts anderes übrig als zuzupacken. Zwischen Daumen und Zeigefinger packte ich ihn an seinem Stummelschwänzchen. Und zog. Er hielt dagegen. Wie kann man so viel Kraft haben?? Ich zog noch mehr. Und zack, baumelte er in der Luft. Mein Herz raste. Ich bekam Schnappatmung. Weg! Weg damit! Ich schleuderte ihn über den kleinen Sommerdeich und sah seiner Flugbahn nach. Mich schüttelte es. Einen Moment stand ich noch da und realisierte meine Heldentat. Die musste ich erstmal dem S. erzählen. Und statt mir den Tapferkeitsorden zu verleihen, fragte er nur, warum hast du ihn nicht ersäuft oder fünfhundert Meter weiter ausgesetzt, der kommt doch wieder zurück. Ja kla, denk ich, ich geh noch 'ne Runde mit ihm spazieren und sage zum S., äh ... ähh ... HÄ?
Resigniert lege ich auf. Gehe nach oben in mein Arbeitszimmer. Sollte das wirklich umsonst gewesen sein? Ich nahm mein Fernglas. Und da. Tatsächlich. Hinter dem Deich erspähe ich ein kleines, schwarzes Etwas, das versucht, sich in den Boden zu graben. Also gut! Zweiter Versuch. Bewaffne mich mit Eimer und Schaufel, steige über den Zaun und stehe wieder vor dem Feind. Mit der Schaufel versuche ich ihn ... in den Eimer zu befördern. Was sonst! Es funktioniert nicht, der Rasen ist zu uneben. Warum hab ich den Spaten nicht genommen? Der Feind wird panisch und fräst sich knapp durch die Grasnarbe. Verdammte Sch***! Also gut. Schaufel beiseite geworfen und wieder beherzt zugegriffen. Ich packe ihn erneut an seinem Stummelschwänzchen. Und zieh. Und zieh! Und schon hängt er wieder in der Luft. Ich befördere ihn in den Eimer, wo er sehr empört um sich zappelt. Ich kann nicht fassen, was ich da tue. Ich nehme den Eimer und gehe quer über die Deichwiese, wo hoffentlich bald wieder die Schafis draufstehen. Ich würdige ihn keines Blickes - sonst träum' ich noch davon, in allen Details. Am anderen Ende der Wiese angekommen hole ich Schwung und will den Feind auf dem dahinter liegenden Ackerfeld seine Freiheit zurück geben. Leider stehen zwischen Deichwiese und Ackerfeld an genau dieser Stelle ein paar nackige Sträucher. Da sollte er drüber. Aber haben Sie schon mal versucht, den Inhalt eines Eimers über ein etwa zwei Meter hohes Hindernis zu werfen? So hing er nun zwischen den Sträuchern und fiel in Etappen zu Boden. Upps! Naja. Immerhin überlebt. Zweite Heldentat an diesem Tag. Das sollte reichen.
14|03|08
11:48
fr
|
|
|
|
|
|
|
Schnitzelschnipsel
Ab sofort wieder jeden Tag ein Eintrag (hoffentlich vergesse ich das nicht). Nur um des Nicht-sterbens-Willens (nein, nicht ich). Ohne Anspruch auf Intelligenz (woher auch), Spannung (Leben eben), Humor (freiwillig, immerhin). Jeden Tag, bis auf Ausnahmen (Haken gibt's immer) und Wochenenden und Urlaub (natürlich).
Morgen: Ausnahme. (Geht gut los, hier.)
(Klammern gibt's heute im Dutzend billiger.) (Da muss man einfach zugreifen.)
Demnächst werde ich von Haien gefressen. Ich werde die Erste sein - in der Gegend. Ich weiß das, ich bin eine Frau, als Frau hat man Intuition. Männer kennen das ("WO warst DU!?!").
Ich will ein Pferdchen retten, weiß aber nicht wohin damit. Ins Haus darf's nicht, hab ich schon das S. gefragt. Sonst gerne.
Mein schönstes Stück Kindheit steht zum Verkauf. Hat jemand 100.000 Euro für mich?
11|03|08
17:25
di
|
|
|
|
|
|
|
Wie man sich selbst plemm-plemm macht
Ich arbeite oft mit Photoshop, in letzter Zeit sehr viel mit dem Lasso-Werkzeug. Und dann singt mein Hirn jedes Mal "Komm hol' das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer, uhu-uhu". Gerade wieder. Ich kann SO nicht ar-bei-ten!!!
07|03|08
11:13
fr
|
|
|
|
|
|
|